Abrissarbeiten in vollem Gange

Nach vielen Wochen des Wartens ist er a, 12. Juli 2015 gestartet: Der Abriss der alten Gebäude auf dem Gelände des künftigen neuen Stadtarchivs.

Der Eifelwall ist seit Wochen nur noch einspurig befahrbar. Bei Komplettsperrung hätten die Arbeiten wohl wesentlich zügiger vonstatten gehen können. Uns erschloss sich nicht, weshalb der Rheinenergie keine Vollsperrung genehmigt wurde. So wesentlich kann der Eifelwall nicht für Autofahrer sein. Stattdessen mussten die Anwohner hier einen hellen Lärm auch Nachts zwischen 0 Uhr und 4 Uhr ertragen. Das war insbesondere in den Tropennächten für keinen Anwohner ein Spaß.

Die Abrissarbeiten finden

Hier die Entwicklungen in Bildern.

Noch ist alles ruhig
Noch ist alles ruhig
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Los geht es mit dem Verbindungsgebäude am 12. Juli 2015
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Und so sah es von unten dann am 14. Juli 2015 vom Eifelwall, Ecke Luxemburger Straße, aus

 

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Das Gebäude von hinten am 14. Juli 2015 vom Eifelwall aus in Richtung Luxemburger Straße
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Eifelwall in Richtung Rudolf-Amelunxen-Straße; das Paradies ist komplett geräumt. Nur Sandberge waren zu sehen
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Die Security lies mich dann dankenswerter Weise noch ein wenig näher ran. Das Gebäude hinten links ist übrigens noch in Nutzung. Ob das verschwindet, kann ich derzeit nicht sagen.
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Eifelwall in Richtung Justizgebäude. Nur noch Baugeräte für Schuttabtransport sind dort, wo früher zahlreiche Wohnwagen des „Paradieses“ standen. Alles noch am 14. Juli fotografiert
Am Morgen, 16. Juli stand das Gebäude noch in Teilen
Am Morgen, 16. Juli, stand das Gebäude noch in Teilen
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Und so sieht das Gelände am 16. Juli, Abends, von oben fotografiert aus. Das Gebäude rechts ist komplett abgerissen

Abriss Paradies und Abtransport Schutt gestartet

Am Donnerstag, 25. Juni wurde es auf dem künftigen Gelände des Kölner Stadtarchivs geschäftig: Bagger rückten an, um das Paradies abzureißen und an den zwischenzeitlich als „Autonomes Zentrum“ genutzten Gebäuden wurden Container mit Bauschutt beladen.

Der Stadtanzeiger berichtet online über das Ende des Künstlerparadieses, um das es bei aller Freude über den Baustart – gut auf den damit verbundene Lärm könnten wir Anwohner sicher auch verzichten – sehr schade ist. Es war eine Enklave in einer Stadt in der zunehmend jeder vorhandene Millimeter zurecht verdichtet wird. Hoffen wir, dass das „Paradies an anderer Stelle wiederbelebt wird.

Die Rheinergie arbeitet mit Hochdruck jetzt auch Nachts an den Gas- und Wasserleitungen.

Das
Das „Paradies“ wird geräumt

Ausblick 23. April 2015 -> Start des Blogs

Eifelwall

Am Morgen des 23. April 2015 titelt der Kölner Stadtanzeiger „Schwarzarbeit auf Archivbaustelle“ in Köln und schreibt, dass wieder Stillstand auf der Baustelle herrscht. Das war der Auslöser aus dem Fenster unserer Wohnung zu schauen, die schräg gegenüber der Archivbaustelle liegt und einen guten Überblick zulässt.

Es herrschte tatsächlich Stillstand um 8 Uhr. Was zu beweisen war.

Was mich dann aber beschäftigte war, wie sich das Gelände doch in den vergangenen Wochen geändert hatte. Die vielen Bäume sind weg. Zahlreiche Gebäude sind bereits abgerissen und die ganzen Parkplätze abgesperrt – durchaus ein Thema für diejenigen in Köln, die einen fahrbaren Untersatz benötigen.

Und vor allem das Gebäude in dem rund ein Jahr das „Autonome Zentrum“ untergebracht war und die Kreuzung Luxemburger Straße / Eifelwall nicht unbedingt vorteilhaft viele Jahre prägte, scheint kurz vor dem Abriss zu sein. Übrigens war die ganze Angst von vielen Anwohnern vor den Betreibern und den Autonomen aus meiner Sicht völlig unberechtigt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es auch nur einmal Stress mit denen gab. Wenn ja, haben wir als direkte Nachbarn dennoch nichts mitbekommen.

In der Ferne ist noch das „Paradies“, eine Künstlerkolonie, zu sehen. Auch die sollen weg.

Dass sich unser Wohnungsumfeld so einschneidend verändert, finde ich hoch spannend. Auch das, was drumherum so passiert. Dokumentieren hilft zu verstehen. Das soll ab jetzt hier passieren. Ich bin gespannt, wie sich das Areal in den kommenden Jahren ändern wird und werde das immer wieder fotografieren und hier teilen und kommentieren.

Nach Eröffnung des Archivs und des umliegenden Parks wird der Blog dann geschlossen. Bislang habe ich zwei Blogs veröffentlicht, jeweils zu Reisethemen. Auch dieser Blog wird in gewisser Weise eine Reise beschreiben, die Reise eines Geländes durch die Zeit.